... Nusa Drift
... oder so
es ist dienstag der 20. märz 7 uhr morgens und aufstehen ist angesagt weil tauchen ... und vorher will man ja auch noch ein bischen frühstücken ... wärend chrissi gemütlich seinen umseitig leicht angeschimmelten toast in sich hinein mümmelt kaue ich auf meinem weizen-diamant mit bananenfüllung herum und amüsiere mich innerlich ein wenig über die tante am nachbartisch die erst ihr müsli zurück gehen lässt weil die wassermelone säuerlich schmecke und dann nicht mal ihren saft zu ende trinkt ... immer diese unhöflichen kanadier!
frühstück scheint hier in der nebensaison echt nicht die stärke der unterkunft zu sein, aber einen haken muss es ja geben schließlich sind die zimmer das beste was wir bislang hatten ... und das haar in der suppe kann man ja auch überall suchen.
so, alles dabei? ... maske, logbuch, tauchkomputer, geldbeutel, kamera ... check .. alles wasserdicht verpackt ... check ... auf gehts richtung tauchbasis ... der weg dorthin verrät uns dann auch dass es in der nacht wohl reichlich wasser von oben gab, denn die seen-landschaft auf der "nebenstraße" richtung strand hat ordentlich zuwachs bekommen und wie schon tags zuvor wagen wir es nicht in einen der tümpel hinein zu treten da man augenscheinlich gefahr läuft bis zum hals im wasser zu stehn und noch hab ich ja keinen neopren an.
diesen survival trip gemeistert standen wir inmitten hektischen treibens auf dem hof der tauchbasis "World Diving Lembongan" ... wo abends zuvor schon angemeldet und auch eine UW-Kamera reserviert wurde ... die leitung in dem laden haben Sue und John die beide mittlerweile schon seit mehr als 22 jahren in Indonesien leben, öfters bei world diving zu gast waren und seit nunmehr 5 oder 6 jahren den laden übernommen haben. echt knuffig die beiden hatte dann noch eine angeregte und nette unterhaltung mit ihnen nach dem tauchgang ... oh mist jetzt hab ich verraten das alles gut ging und die ganze spannung versaut ... ihr könnt also jetzt genauso gut ... *klick* abschalten ...
... ein glück ist das hier nicht löwenzahn und ich bin nicht peter motzig ... denn ich brauche noch keine brille, hab meine haare noch, mag kinder (stark abzugrenzen von der entfernt verwandten abart die all gemein unter dem namen dreckschrazn bekannt is) und trage keine latzhosen ... aber zurück zum hecktischen treiben auf dem taucher-hof. hier wuselten eifrig leute hin und her ausrüstung wurde angefragt und angereicht, neoprens probiert, alles in taschen gepackt und sich eifrig unterhalten ... ein gewirr von händen, beinen, sprachen und material und doch kein chaos (auch wenn man das vielleicht als nicht-taucher über den zaun hinweg vermuten würde) ... ach ist das schön wenn jeder weiß was er zu tun hat ... und das tut auch not ... das alles gepackt und zum einstieg transportiert bekommen is im urlaub zwar auch schick aber hier ist noch jeder für seinen kram selbst verantwortlich was gut ist und schon an land atmosphäre schafft ... ausserdem hätte der staff sonst wohl schon um 5 aufstehen dürfen zum vorbereiten denn immerhin waren 12 leute plus guides, plus bootsbesatzung mit an board. bleigurt über die eine, tasche über die andere schulter gings dann auf zum boot und mit dem dann die küste entlang
mittlerweile 19 tauchspots fährt world diving rund um die drei kleinen inseln vor der südost-küste balis an
3 und 12 hießen die geplanten ziele für den drift-tauchgang am heutigen tag ... nachdem die ausrüstung an board dann montiert war und sich die buddys gefunden hatten wurde dan auch gleich schon ins wasser ge.....schaut ... nix da mit 3 und 12 ... zu viel strömung ... also ist dann 10 und 13 angesagt.
Viel briefing vorneweg gabs nicht ... tauchtiefe war angesagt bis 18 m, auf tarierung achten, schön am riff bleiben und den rest die strömung machen lassen (nix anfassen und schon erst recht nix was man nich kennt verstand sich von selbst) ... ach ja lustige riff-tier-zeichen sonderschulung gabs auch noch ... buddycheck und ab ins wasser.
beim ersten tauchgang war dann aber nich viel mit "den rest die strömung machen lassen" also hieß es dann doch selber strampeln ... war jetzt aber auch nich weiter schlimm denn so ließ sich leichter mit der kamera hantieren ... ach ja die kamera ... hatte ich fast schon vergessen ... wie auch die leute von der Tauchbasis ... eigentlich ja für beide tauchgänge geordert stand ich zuvor, kurz vor abfahrt in der tauchbasis, auf dem hof und guckte die liebe sue mit großen augen an ... auf die frage ob etwas fehlt meinte ich dass ich für die tauchgänge noch eine UW-kamera reserviert hatte ... husch zurück ins büro kam sie dann kurz drauf etwas verlegen zurück und meinte das wäre ihr jetzt etwas peinlich aber der
AOWD-kurs der mit raus fährt hätte sich grade heute dazu entschieden als specialty UW-photographie zu machen und somit wären alle drei kameras in beschlag ... kaum hatte sie das gebeichtet war sie aber auch schon wieder mit einem "wait a second" verschwunden um mir dann kurz drauf den kuh-handel vorzuschlagen dass ich die kamera dann für den anderen tauchgang benutzen könnte und dafür dann auch nix bezahlen müsste ... na gut besser als nix und kostenfrei noch obendrein, da kann man ja auch nicht nein sagen.
die kamera in der hand wurde dann wie gesagt durchs wasser gedümpelt ... und wie's eben mit kameras so ist die man nicht gewohnt ist, wird erst mal ne ganze reihe für die tonne geknipst eh man sich dran gewöhnt hat ...

auslöser? ... funktioniert!

wie man erkennt ... erkennt man nix
... obendrein wenn man das erste mal mit den umgebungsbedingungen klar kommen muss (jane, ich tauch nich das erste mal, hab unter wasser aber noch nie selbst bilder gemacht) und man mir der schieren fülle an motiven erstmal komplett überfordert ist.
na einer weile gabs dann doch ein paar brauchbaren bilder, auch wenn das jonglieren mit situation, technik und mir nicht immer 100% problemlos verlief

hai ho ... hai ho ... wir sind vergnügt und froh ...

die optik treibt manchmal lustige spielchen ... so klein war der taucher garnich

sooooo viel zu sehn, da weiß man garnich was man mit der linse verfolgen soll

zumindest so lange nicht wie der guide einem wilde zeichen gibt dass da in dem getümmel was besonderes mit wuselt ... auch wenn der ausdruck "was besonderes" vielleicht etwas fehl am platz ist

allerdings ist es dann auch meist nicht einfach mit dem etwas "schritt" zu halten ...

... es sei denn es kommt freiwillig wieder zurück ... ein wenig glück gehört halt auch dazu

andere wiederum bleiben schön brav sitzen ... weil sie ganz genau wissen, dass wir wissen, dass es besser ist die finger weg zu lassen und nur zu gucken ... wie bei dem kollegen hier

oder bei dem kollegen ... wenn auch aus anderem grund, der aber wohl nicht weniger schmerzhaft ist

bunt! ... und grade mal 2 cm groß

böööser triggerfisch ... schu schu
eins steht fest ... tauchen hier ist der absolute hammer!