Donnerstag, 5. April 2012

The bathe and the furious ...

... Nusa Drift

... oder so

es ist dienstag der 20. märz 7 uhr morgens und aufstehen ist angesagt weil tauchen ... und vorher will man ja auch noch ein bischen frühstücken ... wärend chrissi gemütlich seinen umseitig leicht angeschimmelten toast in sich hinein mümmelt kaue ich auf meinem weizen-diamant mit bananenfüllung herum und amüsiere mich innerlich ein wenig über die tante am nachbartisch die erst ihr müsli zurück gehen lässt weil die wassermelone säuerlich schmecke und dann nicht mal ihren saft zu ende trinkt ... immer diese unhöflichen kanadier!
frühstück scheint hier in der nebensaison echt nicht die stärke der unterkunft zu sein, aber einen haken muss es ja geben schließlich sind die zimmer das beste was wir bislang hatten ... und das haar in der suppe kann man ja auch überall suchen.
so, alles dabei? ... maske, logbuch, tauchkomputer, geldbeutel, kamera ... check .. alles wasserdicht verpackt ... check ... auf gehts richtung tauchbasis ... der weg dorthin verrät uns dann auch dass es in der nacht wohl reichlich wasser von oben gab, denn die seen-landschaft auf der "nebenstraße" richtung strand hat ordentlich zuwachs bekommen und wie schon tags zuvor wagen wir es nicht in einen der tümpel hinein zu treten da man augenscheinlich gefahr läuft bis zum hals im wasser zu stehn und noch hab ich ja keinen neopren an.
diesen survival trip gemeistert standen wir inmitten hektischen treibens auf dem hof der tauchbasis "World Diving Lembongan" ... wo abends zuvor schon angemeldet und auch eine UW-Kamera reserviert wurde ... die leitung in dem laden haben Sue und John die beide mittlerweile schon seit mehr als 22 jahren in Indonesien leben, öfters bei world diving zu gast waren und seit nunmehr 5 oder 6 jahren den laden übernommen haben. echt knuffig die beiden hatte dann noch eine angeregte und nette unterhaltung mit ihnen nach dem tauchgang ... oh mist jetzt hab ich verraten das alles gut ging und die ganze spannung versaut ... ihr könnt also jetzt genauso gut ... *klick* abschalten ...

... ein glück ist das hier nicht löwenzahn und ich bin nicht peter motzig ... denn ich brauche noch keine brille, hab meine haare noch, mag kinder (stark abzugrenzen von der entfernt verwandten abart die all gemein unter dem namen dreckschrazn bekannt is) und trage keine latzhosen ... aber zurück zum hecktischen treiben auf dem taucher-hof. hier wuselten eifrig leute hin und her ausrüstung wurde angefragt und angereicht, neoprens probiert, alles in taschen gepackt und sich eifrig unterhalten ... ein gewirr von händen, beinen, sprachen und material und doch kein chaos (auch wenn man das vielleicht als nicht-taucher über den zaun hinweg vermuten würde) ... ach ist das schön wenn jeder weiß was er zu tun hat ... und das tut auch not ... das alles gepackt und zum einstieg transportiert bekommen is im urlaub zwar auch schick aber hier ist noch jeder für seinen kram selbst verantwortlich was gut ist und schon an land atmosphäre schafft ... ausserdem hätte der staff sonst wohl schon um 5 aufstehen dürfen zum vorbereiten denn immerhin waren 12 leute plus guides, plus bootsbesatzung mit an board.
bleigurt über die eine, tasche über die andere schulter gings dann auf zum boot und mit dem dann die küste entlang

mittlerweile 19 tauchspots fährt world diving rund um die drei kleinen inseln vor der südost-küste balis an

3 und 12 hießen die geplanten ziele für den drift-tauchgang am heutigen tag ... nachdem die ausrüstung an board dann montiert war und sich die buddys gefunden hatten wurde dan auch gleich schon ins wasser ge.....schaut ... nix da mit 3 und 12 ... zu viel strömung ... also ist dann 10 und 13 angesagt.
Viel briefing vorneweg gabs nicht ... tauchtiefe war angesagt bis 18 m, auf tarierung achten, schön am riff bleiben und den rest die strömung machen lassen (nix anfassen und schon erst recht nix was man nich kennt verstand sich von selbst) ... ach ja lustige riff-tier-zeichen sonderschulung gabs auch noch ... buddycheck und ab ins wasser.
beim ersten tauchgang war dann aber nich viel mit "den rest die strömung machen lassen" also hieß es dann doch selber strampeln ... war jetzt aber auch nich weiter schlimm denn so ließ sich leichter mit der kamera hantieren ... ach ja die kamera ... hatte ich fast schon vergessen ... wie auch die leute von der Tauchbasis ... eigentlich ja für beide tauchgänge geordert stand ich zuvor, kurz vor abfahrt in der tauchbasis, auf dem hof und guckte die liebe sue mit großen augen an ... auf die frage ob etwas fehlt meinte ich dass ich für die tauchgänge noch eine UW-kamera reserviert hatte ... husch zurück ins büro kam sie dann kurz drauf etwas verlegen zurück und meinte das wäre ihr jetzt etwas peinlich aber der AOWD-kurs der mit raus fährt hätte sich grade heute dazu entschieden als specialty UW-photographie zu machen und somit wären alle drei kameras in beschlag ... kaum hatte sie das gebeichtet war sie aber auch schon wieder mit einem "wait a second" verschwunden um mir dann kurz drauf den kuh-handel vorzuschlagen dass ich die kamera dann für den anderen tauchgang benutzen könnte und dafür dann auch nix bezahlen müsste ... na gut besser als nix und kostenfrei noch obendrein, da kann man ja auch nicht nein sagen.
die kamera in der hand wurde dann wie gesagt durchs wasser gedümpelt ... und wie's eben mit kameras so ist die man nicht gewohnt ist, wird erst mal ne ganze reihe für die tonne geknipst eh man sich dran gewöhnt hat ...

auslöser? ... funktioniert!

wie man erkennt ... erkennt man nix


... obendrein wenn man das erste mal mit den umgebungsbedingungen klar kommen muss (jane, ich tauch nich das erste mal, hab unter wasser aber noch nie selbst bilder gemacht) und man mir der schieren fülle an motiven erstmal komplett überfordert ist.
na einer weile gabs dann doch ein paar brauchbaren bilder, auch wenn das jonglieren mit situation, technik und mir nicht immer 100% problemlos verlief

hai ho ... hai ho ... wir sind vergnügt und froh ...

die optik treibt manchmal lustige spielchen ... so klein war der taucher garnich

sooooo viel zu sehn, da weiß man garnich was man mit der linse verfolgen soll

zumindest so lange nicht wie der guide einem wilde zeichen gibt dass da in dem getümmel was besonderes mit wuselt ... auch wenn der ausdruck "was besonderes" vielleicht etwas fehl am platz ist

allerdings ist es dann auch meist nicht einfach mit dem etwas "schritt" zu halten ...

... es sei denn es kommt freiwillig wieder zurück ... ein wenig glück gehört halt auch dazu

andere wiederum bleiben schön brav sitzen ... weil sie ganz genau wissen, dass wir wissen, dass es besser ist die finger weg zu lassen und nur zu gucken ... wie bei dem kollegen hier

oder bei dem kollegen ... wenn auch aus anderem grund, der aber wohl nicht weniger schmerzhaft ist

bunt! ... und grade mal 2 cm groß


böööser triggerfisch ... schu schu

eins steht fest ... tauchen hier ist der absolute hammer!


Samstag, 31. März 2012

Als wir jetzo die Flut des Oceanstromes durchsegelt, ...


...
Fuhren wir über die Woge des weithinwogenden Meeres
Zur ääischen Insel, allwo der dämmernden Frühe
Wohnung und Tänze sind, und Helios leuchtender Aufgang.
5
Jetzo landeten wir am sandigen Ufer der Insel,
Stiegen alsdann aus dem Schiff' ans krumme Gestade des Meeres,
Schlummerten dort ein wenig, und harrten der heiligen Frühe.
Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachte,
Sandt' ich einige Freunde zur Wohnung der göttlichen Kirke,
...

... oder so .. oder so ähnlich

fest steht dass meine Indonesien-odyssee erst mal zu ende ist, da ich bereits seit ein paar tagen wieder im trauten heim verweile, ich euch aber noch ein paar bilder und geschichten schuldig bin.

zwei mal mussten wir die nette dame vom hotel ja schon vertrösten deren familie natürlich auch einen transportunternehmer aufwies. dieser zwar ohne räder dafür aber mit zwei auslegern und einem aussenborder. was auch gut war, war unser nächstes ziel schließlich ein kleines inselchen.
also mal wieder tasche packen, dem ausnahmslos deutsch sprechenden frühstücks tisch (an dem auch die beiden mit-taucher lily und peter saßen und sich für den heimflug stärkten) tschüß und weiterhin schönen urlaub wünschen und dann kam auch schon die tante vom hotel gelaufen und meinte ihr onkel wartet schon unten ... was? jetzt schon? sind doch noch 20 minuten bis zur vereinbarten zeit? ... so überpünktlich und das auf bali? ... nur nicht stressen lassen, nochmal das zimmer checken ob nix vergessen wurde und dann husch über die steile schmale treppe mit dem rucksack auf dem sonnenverbrannten rücken nach unten richtung ausgang quetschen.
da stand er auch schon der lustige kapitän mit bambus-hut auf dem kopf der uns sicher nach Nusa Lembongan bringen sollte ... uns und wie wir erführen noch zwei andere personen .... moment mal, hieß es nicht noch zufor er kann maximal 2 personen mit gepäck auf die insel bringen? ... es waren dann auch noch franzosen und sehr geräumig sah das kleine boot, dass da am strand in den wogen dümpelte auch nicht gerade aus.

und DAMIT solls auf die hohe see raus gehn?

in weiser voraussicht des morgens nur die flip-flops angezogen wurde dann vom strand aus knietief ins wasser gewatet, das gepäck unter planen sicher verstaut, eingestiegen und das passagiergewicht gleichmäßig verteilt... zumindest von vorne nach hinten, denn nebeneinander sitzen war nicht.
das kann ja heiter werden


white sand beach aus einem anderen blickwinkel ... da ganz links vor der hütte haben wir noch tags zuvor gelegen und kühlen bintang geschlürft

wurds auch, auf jeden fall für den kapitän der sich wärend der überfahrt offensichtlich köstlich amüsierte, wahrscheinlich darüber, dass wir ihm so viel geld bezahlt hatten damit er uns so ungemütlich wie nur möglich eineinhalb stunden durch die wellen schaukelte die einen unablässig erfrischungen servierten ... bereits nach 15 minuten war ich nass vom scheitel bis zum großen zeh ...

und der chrissi auch

aber lustig wars trotzdem und auf jeden fall eine spannendere geschichte zu erzählen als mit einem der überpowerten glasfaser-schüsseln überzusetzen die die hier speed-boote nennen ... und wahrscheinlich auch sicherer

geschafft ... wieder in sicherer schwimm-distanz zum festland und was für ein schickes obendrein

da steht er neben seinem pimp-mobil und lacht ... der gute ...

am strand angekommen kamen auch schon direkt die ersten einheimischen gelaufen und fragten ob wir schon ein hotel hätten, ob wir transport brauchen und ob sie beim tragen helfen sollten ... ein freundliches ja, nein, nein und auf gings richtung world-diving und dem dazu passenden hotel ... hoffentlich ist da auch noch was frei, denn der anruf abends zuvor war reichlich erfolglos ... die günstigen beachfront zimmer waren dann auch leider schon alle belegt und so gab es dann nur noch die etwas "teureren" gardenrooms ... auch ok ... im anbetracht dessen was sich da gegen abend am himmel zusammenbraute dann wohl auch besser
duschen und und unordnung im zimmer schaffen ... check ...also schuhe an und gucken wie die tauchkonditionen so sind ... hörte sich dann auch alles ganz vernünftig an aber erst für den folgenden tag und so gings dann erst mal noch eine erkundungsrunde über die insel

der weg zum strand

hier auf der insel wird seaweed im großen stil an- und abgebaut

nettes fleckchen um sich nen bungalow in den hügel zu bosseln ... nur wenn mehrere die gleiche tolle idee haben geht schnell ser charme des fleckchens verloren

dann doch lieber allein im wald ohne nervige nachbarn

super straßen hier auf der insel .. auch ganz ohne räumfahrzeuge, salz und harte winter

die brücke die Nusa Lembongan mit der noch kleineren Nusa Ceningan verbindet ... unfassbar dass hier auch rollerfahrer aneinander vorbei fahren können
WOW ... soooo stellt man sich indonesien vor

oder so

oder s... och geh ... überall lungern diese straßenköter rum und rennen durchs bild

oder gegen abend dann so :)


schöner fleck hier aber verdammt heiss und ein bischen regnerisch war dann doch beim über die insel wandern ... morgen gehts dann tauchen wie beschlossen wurde und chrissi kommt mit schnorcheln
man darf gespannt sein was das wasser hier zu bieten hat



Samstag, 24. März 2012

alle guten dinge ...

... sind Hai!
Ne, drei ... aber Hai ist auch daPadangBai.

... oder so.

nass von innen und von aussen sitzen wir hierin der Hotel-lobby, gucken raus in den regen und warten schon garnicht mehr drauf dass er aufhört, sondern dass Erna kommt ... zeit die man nutzen kann um blog zu schreiben.

dritter tag in padang bai war wie schon angekündigt tauchen auf dem plan. zumindest für mich, chrissi wollte sich lieber den bauch am strand und den rücken beim schnorcheln verbrennen, das tauchen dann zu hause erlernen und dann irgendwann wieder kommen ... :)
gut ... notfallplan war ausgeheckt bis wann die botschaft zu verständigen sei falls einer von uns nicht wieder auftaucht und ansonst war treffen nachmittag und tea-time am WSB angesagt. kurz vor halb neun stand ich dann bei blue bubble im laden, die bereits am vorabend ausgesuchte ausrüstung war schon auf dem boot verstaut und so warteten wir noch auf den rest der gesellschaft ... neben tauchbasis-chef Christian und instructor Sam waren ausser mir noch zwei deutsche (Peter und Lily) und divemaster Simon (ein schweizer der auf asien-tingel-tour war) mit von der partie ... peter und lily kamen dann auch kurz nach halb ... moment, die kennich doch vom frühstückstisch ... und simon wurde kurz drauf von sam geweckt und mit dem roller eingesammelt.
gemeinsam gings dann auf richtung tauchboot ... juhuuu, nicht durch meter hohe brandung über kieselgrund ins wasser watscheln sondern stylisch mit rolle rückwärts vom bootsrand ... lustiges buntes doppelauslegerbootchen

Hier kommt noch ein bild hin, das muss ich aber nachreichen weil die festplatte mit den bildern schon verpackt ist


unser tauchboot ... ne tauchen tut das boot zwar auch und es lag direkt vor der tauchbasis im hafen aber wir nahmen dann doch ein anderes ... später wärend unserer tauchpause erfuhren wir dann dass der besitzer das ding verkaufen und noch unverschämte 50.000.000 Rp für haben will und er alle paar wochen mal vorbei schaut um das wasser wieder aus dem kutter zu schaufeln ... mit dem boot steigt dann natürlich auch wieder der preis

DAS ist das niedliche boot mit dem wir dann raus gefahren sind wenig platz, dafür mit viel charme, ausreichend luft und all unserer ausrüstung bereits fix und fertig vormontiert ... im vordergrund vlnr. die mit tauchende lily und christian der chef des ladens

aus dem hafen raus dann noch kurz 4 minuten über die wellen geschuckelt und währenddessen in den neopren gezwängt und aufgerödelt ... und *blubb* weg warn' se.
auf in eine neue welt und das da unten ist der pure wahnsinn ... sichtweiten von mehr als 20 metern und fische, fische, fische ... hier und da ein wenig sandiger boden zwischen all den korallen und alle paar meter ragt ein korallen-hochhaus aus dem boden, die des öfteren dann auch einen hai in der tiefgarage haben.


... haie haben wir dann auch insgesamt 5 stück gesehn ... plus eine meeresschildkröte, einen echten brummer, der allerdings stiften ging ehe man die kamera in den anschlag nehmen konnte ... ein pärchen titan-drückerfische (oder auch riesen-drückerfisch) die offensichtlich nicht gerade begeistert waren, dass wir in ihrem vorgarten herum dümpelten - und die kollegen können ganz schön garstig werden ... den ein oder anderen rochen und viiiiiel viel mehr.
chill out war dann auf dem boot in der nähe des 2. spots angesagt zeit die eifrig genutzt wurde um über dies und jenes zu quatschen, über eben erlebtes zu berichten und sich geschichten von anderen tauchspots rund um bali erzählen zu lassen. der zweite tauchgang begann dann mit etwas weniger, nämlich so gut wie keiner sicht weil anscheinend die gestern erwähnten japaner ordentlich den grund aufgewühlt haben mit ihrer blechschachtel ... aber was red ich lang, ich glaub ihr wollt bilder sehn ...

süüüüüß .... -lippen

gefunden!

fisch und korallen so weit das auge reicht

gut dass man hier nicht geht sondern "schwebt" auf den wär ich sonst sicher drauf gelatscht

nein, das ist keins von der costa-reederei und ich bin auch nicht zum arbeiten hier

die aussage "he du hast doch den koffer kaputt!" bekommt für den armen kleinen kerl hier ne ganz neue dimension an bedeutung

schüttel dein haaar für mich, wildes kunstriff schüttel dein haaaar für mich ... *sing*

und jetzt trompetensolo!

ned oglanga!

meer-blick gefällig?

wer hat an der uhr gedreht? ist es wirklich schon so spät?

ach ja ... und hier kommen die japaner ... eingepfercht in eine blechdose wie die sardinen glotzen sie durchs bullauge raus und sehen zu wie bunte fische das weg schnabulieren was ein begleit-taucher aus einer art unterwasser-salzstreuer vors u-boot fenster rieseln lässt .... blooooß nicht selbst die hände nass machen

... nach 2 wunderbaren tauchgängen gabs dann in der basis noch essen vom warung neben an und ein biscen Formel-1 zum entspannen, eh ich mich dann irgenwann auf gemacht habe um chrissi beim fleißigen faulenzen am WSB zu unterstützen ... allerdings mit einem kleinen umweg über einen der wohl urigsten buchläden die ich je gesehn hab ...

so, gleich kommt erna und dann gehts richtung flughafen zur 30 h heimreise odyssee ... drückt die daumen, dass in frankfurt alles zügig geht, damit wir noch den frühen zug erreichen ...
bis dann




Freitag, 23. März 2012

Padang Bai ...

... tach nummer zwei!

... oder so.

wie wir kurzerhand entschlossen hatten wollten wir noch einen tag hier dran hängen. zwar hatte es die nacht auch fies geregnet doch morgens sah es wieder ganz OK aus und so musste der Onkel einer Hotelangestellten der zufällig im transportgeschäft tätig war und uns wie sie versprach direkt von padang bai nach Nusa lembongan (unser nächstes ziel auf dem plan) bringen konnte noch etwas warten ... das ding war nämlich, dass ein offizielles boot von padang bai nur nach Nusa Penida fährt ... was auch voll sinn macht, da die große schwester-insel von klein lembongan zwar ungefähr 25 mal so groß ist, jedoch nur 1/18 der bevölkerungsdichte und null infrastruktur gegenüber dem kleinen bruder aufweist. un sonst nach lembongan zu kommen hätten wir einen umständlicheren weg über penida oder sanur wählen müssen, der preislich wohl aufs gleiche raus gekommen wär aber wesentlich mehr zeit in anspruch genommen hätte.
gut, war ja wie gesagt erst mal aufgeschoben und so haben wir dann nach dem frühstück nur unseren kleinen rucksack gepackt und sind los getigert ... white sand beach der gleich nebenan liegt soll ganz schön sein meinte der reiseführer und da wir keine gegenargumente oder besseren ideen hatten sind wir dann auch da hin nach angabe der mittlerweile heiligen bücher ... beziehungsweise in die richtung ... so unsere hoffnung
erste zweifel kamen nach 20 minuten anstiegsbezwingung durch dichtes grün, vorbei an bananenplantagen ... gefolgt von stirn runzeln aufgrund diverser weggabelungen ohne jeglichen ersichtlichen hinweis ... wir entschieden uns jeweils für den weg der eher in die richtung ging in der wir das meer vermuteten und nach einigen metern durch "meinste hier gehts wirklich lang?" gehölz standen wir dann vor einer "schiffs-werft" die für mich irgendwie ein wenig das flair von kolumbianischem drogenschmugglerversteck hatte ... fragt mich nicht warum, ich hab auch noch kein solches gesehn aber das kam mir als erstes durch den sinn ... wir müssen noch überraschter geguckt haben als die jungs die da auf dem kutter rum geturnt sind und eifrig bug und reling aus glasfasermatten gebastelt haben. die ersten zaghaften anfragen ob es dort lang zum strand geht wurden mit verständnislosen gesichtern quittiert aber irgenwer der dann aus einem der schuppen kam verstand dann wohl doch ein paar brocken englisch (wahrscheinlich der transport-fachangestellte des unternehmens) und uns wurde verständlich gemacht dass wir einfach nur quer übers "fabrikgelände" zu latschen bräuchten um das gewünschte nass zu erreichen ... macht ja auch sinn ... wer baut schon eine werft mitten in den urwald ohne wenigstens ein bischen wasser in der nähe. juhuuu geschafft ... nur noch zwischen den ganzen schiffsteilen und lösungsmittel-töpfen hindurchwaten und schon waren wir am meer und am wwwww..... ne ... weiss sieht der strand hier nicht wirklich aus.

an barfuß laufen war auf dem glühend heissen zeug fast nicht zu denken

ok anscheinend waren wir ein paar tonwertstufen zu weit gelaufen und bereits am black sand beach angelangt ... ein schneller blick ins heilige buch jedoch verriet der white sand beach sei, wenn auch etwas unwegsam über die felsküste gut vom black sand beach aus zu erreichen ... also den BSB auf der sightseeing auch abgehakt und nun offroad richtung WSB.
beeindruckend welche formationen vulkanausbrüche an so einen küstenstreifen zaubern und überall hüpft, schwimmt krabbelt oder fliegt etwas davon ... so ein mist, warum hab ich das tele im hotel gelassen ... die ganzen lustigen fische, die hier über die felsen hoppeln (ja richtig gelesen) und die vielen vielen krabben die sich flux in irgendwelchen spalten verkriechen oder sich wagemutig in die gischt stürzen sind allesamt verschwunden ehe man noch überhaupt auf 3 meter ran kommt

na wer findet die kleinen biester hier auf dem bild?


endlich mal einer der still hällt ... ausser still halten macht der sonst aber auch nix mehr

der vulkanismus und seine blüten

wenn man hier unbedarft über löcher im boden läuft, gibts ganz fix mal ne ungewollte dusche von unten

irgendwie beruhigend


natürlich wären wir nicht wir wenn wir ganz unversehrt über die ganzen spitzen felsen gewandelt wären aber gottseidank ist die kamera heil geblieben (ein paar euro mehr für robustes material sind immer gut investiert) und ich hab mir nichts gebrochen. und irgendwann kamen wir dann auch an einen punkt an der küste an dem es zweifelhaft wurde ob das mit dem über die klippen wandern noch so 100% stimmt ... die gesten eines krabbenfängers der uns über den weg lief deuteten wir zwar als ob es möglich sein sollte aber ohne kleinen umweg über eine verlassene baustelle und einen trampelpfad durch den wald wäre die strecke sicherlich nicht zurückzulegen gewesen ... es sei denn mit einer kurzen schwimm-einlage ... das wäre aber dem kram im rucksack nicht gut bekommen. also gings dann noch mal ein stück zurück und treppen das ufer nach oben worauf wir mitten auf besagter baustelle raus kamen

bear grylls? ... ha! anfänger!

echt ein riesen ding an die küste geklotzt und dann einfach so da stehen lassen ... einige zimmer sind sogar schon fast fertig mit fliesen im bad, parket im wohnbereich, dusche, waschbecken, fenstern und türen ...


... das ding wurde wohl wie so vieles einfach auf gekauftem land ohne genehmigung, dafür mit ordentlich schmiergeld, angefangen zu bauen und entweder hat dann ein beamter den hals nicht voll genug bekommen oder eine andere abteilung wind davon bekommen und gemeint ... neeeee so gehts nicht


von der baustelle aus haben uns dann zwei freundliche balinesen in den wald geschickt ... zum strand ginge es da lang ... der finger zeigt richtung grünes dickicht, na vielen dank auch ... promt an der ersten trampelpfad-kreuzung falsch abgebogen was von den balinesen mit einem "this way! this way!"quittiert wurde ... aaaah ja ... so langsam kann ich dann auch so etwas wie einen weg erkennen

und schon wieder auf trampelpfaden durch den wald

nach kurzem hört man dann schon neben dem meeresrauschen, das einen die ganze zeit begleitet auch noch kinder lachen und bob marley musik ... es scheint also wirklich wieder in richtung etwas zu gehen was an zivilisation erinnert und wir sind frohen mutes ... ein paar schritte später weicht das grün einem ausblick der all die strapazen vergessen läßt.

echt die perfekte mischung ... hier waren leute, aber nicht zu viele ... es gab essen und trinken, aber es war nicht dreckig und verbaut ... man konnte schwimmen und schnorcheln ... es wurde kein müll angespült und es gab keine lästigen strandverkäufer ... mal von dem lustigen opa abgesehn der sich immer wieder zu uns setzte, uns gespräch hielt und uns dann ganz nebenbei eine massage andrehen wollte ... hier lässt es sich aushalten

nein das legt nicht hier an ... immer wieder lustig anzusehn und komischerweise garnicht störend waren die seelenverkäufer die zwischen lombok und bali hin und her pendeln ... die hafeneinfahrt von padangbai lag nämlich direkt ums eck

lecker kaltes bintang in der sonne am strand und alle viere grade sein lassen ... das ist urlaub

...

gegen abend wurden die wellen dann auch etwas höher

hier ließ sich dann auch noch mindestens genau so gut, wenn nicht sogar besser schnorcheln als in der blauen lagune ... fische waren eigentlich so ziemlich die gleichen hier bis auf die beiden pärchen Blauklingen-Nasendoktorfische ... den doch immerhin 70 cm großen ungetüme war wohl in der etwas beengten blauen lagune die wohnung zu klein geschnitten.
so friedlich im sand sitzend ein bier trinken und den wellen zu schauen kam dann die frage auf "wolln wa nicht noch nen tag dran hängen?" ... was zu dem zeitpunkt dann auch schon stillschweigend einvernehmlich beschlossene sache war ...

der eigentliche weg vom und zum strand war (wenn auch reichlich berg auf und dann wieder berg ab) wenn man denn mal wußte wo's lang ging super easy aber halt eben nichts um unseren anfänglichen abenteuerdurst zu stillen ... *räusper*
auf dem rückweg die ufer-promenade entlang kamen wir dann an einem laden vorbei wo ich kurz stocken und im gedächtnis kramen musste eh mir wieder einfiel woher mir das logo bekannt vor kam ... blue bubble hieß das ding und war eine tauchbasis ... über die war ich im vorfeld schon beim googeln gestolpert und der gute thommy hatte mir den link auch in einer mail geschickt mit dem vermerk "die scheinen net schlecht zu sein" ... also einfach mal die muntere truppe angequatscht und Christian, der chef des ladens lag mir auch sofort zu füßen ;-)
von beginn an wohl gefühlt und für den folgetag dann auch gleich den tauchgang fix gemacht ... juhuu

was es zu sehen (und ja es gibt bilder) und zu erleben gab, ob die blubbeln vor padang bai wirklich blue sind und warum japaner sich wie sardinen verhalten um fische zu sehn erfahrt ihr beim nächsten mal ... jetzt muss ich erst mal rucksack rückreise fertig machen und alles sicher verpacken