Samstag, 31. März 2012

Als wir jetzo die Flut des Oceanstromes durchsegelt, ...


...
Fuhren wir über die Woge des weithinwogenden Meeres
Zur ääischen Insel, allwo der dämmernden Frühe
Wohnung und Tänze sind, und Helios leuchtender Aufgang.
5
Jetzo landeten wir am sandigen Ufer der Insel,
Stiegen alsdann aus dem Schiff' ans krumme Gestade des Meeres,
Schlummerten dort ein wenig, und harrten der heiligen Frühe.
Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachte,
Sandt' ich einige Freunde zur Wohnung der göttlichen Kirke,
...

... oder so .. oder so ähnlich

fest steht dass meine Indonesien-odyssee erst mal zu ende ist, da ich bereits seit ein paar tagen wieder im trauten heim verweile, ich euch aber noch ein paar bilder und geschichten schuldig bin.

zwei mal mussten wir die nette dame vom hotel ja schon vertrösten deren familie natürlich auch einen transportunternehmer aufwies. dieser zwar ohne räder dafür aber mit zwei auslegern und einem aussenborder. was auch gut war, war unser nächstes ziel schließlich ein kleines inselchen.
also mal wieder tasche packen, dem ausnahmslos deutsch sprechenden frühstücks tisch (an dem auch die beiden mit-taucher lily und peter saßen und sich für den heimflug stärkten) tschüß und weiterhin schönen urlaub wünschen und dann kam auch schon die tante vom hotel gelaufen und meinte ihr onkel wartet schon unten ... was? jetzt schon? sind doch noch 20 minuten bis zur vereinbarten zeit? ... so überpünktlich und das auf bali? ... nur nicht stressen lassen, nochmal das zimmer checken ob nix vergessen wurde und dann husch über die steile schmale treppe mit dem rucksack auf dem sonnenverbrannten rücken nach unten richtung ausgang quetschen.
da stand er auch schon der lustige kapitän mit bambus-hut auf dem kopf der uns sicher nach Nusa Lembongan bringen sollte ... uns und wie wir erführen noch zwei andere personen .... moment mal, hieß es nicht noch zufor er kann maximal 2 personen mit gepäck auf die insel bringen? ... es waren dann auch noch franzosen und sehr geräumig sah das kleine boot, dass da am strand in den wogen dümpelte auch nicht gerade aus.

und DAMIT solls auf die hohe see raus gehn?

in weiser voraussicht des morgens nur die flip-flops angezogen wurde dann vom strand aus knietief ins wasser gewatet, das gepäck unter planen sicher verstaut, eingestiegen und das passagiergewicht gleichmäßig verteilt... zumindest von vorne nach hinten, denn nebeneinander sitzen war nicht.
das kann ja heiter werden


white sand beach aus einem anderen blickwinkel ... da ganz links vor der hütte haben wir noch tags zuvor gelegen und kühlen bintang geschlürft

wurds auch, auf jeden fall für den kapitän der sich wärend der überfahrt offensichtlich köstlich amüsierte, wahrscheinlich darüber, dass wir ihm so viel geld bezahlt hatten damit er uns so ungemütlich wie nur möglich eineinhalb stunden durch die wellen schaukelte die einen unablässig erfrischungen servierten ... bereits nach 15 minuten war ich nass vom scheitel bis zum großen zeh ...

und der chrissi auch

aber lustig wars trotzdem und auf jeden fall eine spannendere geschichte zu erzählen als mit einem der überpowerten glasfaser-schüsseln überzusetzen die die hier speed-boote nennen ... und wahrscheinlich auch sicherer

geschafft ... wieder in sicherer schwimm-distanz zum festland und was für ein schickes obendrein

da steht er neben seinem pimp-mobil und lacht ... der gute ...

am strand angekommen kamen auch schon direkt die ersten einheimischen gelaufen und fragten ob wir schon ein hotel hätten, ob wir transport brauchen und ob sie beim tragen helfen sollten ... ein freundliches ja, nein, nein und auf gings richtung world-diving und dem dazu passenden hotel ... hoffentlich ist da auch noch was frei, denn der anruf abends zuvor war reichlich erfolglos ... die günstigen beachfront zimmer waren dann auch leider schon alle belegt und so gab es dann nur noch die etwas "teureren" gardenrooms ... auch ok ... im anbetracht dessen was sich da gegen abend am himmel zusammenbraute dann wohl auch besser
duschen und und unordnung im zimmer schaffen ... check ...also schuhe an und gucken wie die tauchkonditionen so sind ... hörte sich dann auch alles ganz vernünftig an aber erst für den folgenden tag und so gings dann erst mal noch eine erkundungsrunde über die insel

der weg zum strand

hier auf der insel wird seaweed im großen stil an- und abgebaut

nettes fleckchen um sich nen bungalow in den hügel zu bosseln ... nur wenn mehrere die gleiche tolle idee haben geht schnell ser charme des fleckchens verloren

dann doch lieber allein im wald ohne nervige nachbarn

super straßen hier auf der insel .. auch ganz ohne räumfahrzeuge, salz und harte winter

die brücke die Nusa Lembongan mit der noch kleineren Nusa Ceningan verbindet ... unfassbar dass hier auch rollerfahrer aneinander vorbei fahren können
WOW ... soooo stellt man sich indonesien vor

oder so

oder s... och geh ... überall lungern diese straßenköter rum und rennen durchs bild

oder gegen abend dann so :)


schöner fleck hier aber verdammt heiss und ein bischen regnerisch war dann doch beim über die insel wandern ... morgen gehts dann tauchen wie beschlossen wurde und chrissi kommt mit schnorcheln
man darf gespannt sein was das wasser hier zu bieten hat



Samstag, 24. März 2012

alle guten dinge ...

... sind Hai!
Ne, drei ... aber Hai ist auch daPadangBai.

... oder so.

nass von innen und von aussen sitzen wir hierin der Hotel-lobby, gucken raus in den regen und warten schon garnicht mehr drauf dass er aufhört, sondern dass Erna kommt ... zeit die man nutzen kann um blog zu schreiben.

dritter tag in padang bai war wie schon angekündigt tauchen auf dem plan. zumindest für mich, chrissi wollte sich lieber den bauch am strand und den rücken beim schnorcheln verbrennen, das tauchen dann zu hause erlernen und dann irgendwann wieder kommen ... :)
gut ... notfallplan war ausgeheckt bis wann die botschaft zu verständigen sei falls einer von uns nicht wieder auftaucht und ansonst war treffen nachmittag und tea-time am WSB angesagt. kurz vor halb neun stand ich dann bei blue bubble im laden, die bereits am vorabend ausgesuchte ausrüstung war schon auf dem boot verstaut und so warteten wir noch auf den rest der gesellschaft ... neben tauchbasis-chef Christian und instructor Sam waren ausser mir noch zwei deutsche (Peter und Lily) und divemaster Simon (ein schweizer der auf asien-tingel-tour war) mit von der partie ... peter und lily kamen dann auch kurz nach halb ... moment, die kennich doch vom frühstückstisch ... und simon wurde kurz drauf von sam geweckt und mit dem roller eingesammelt.
gemeinsam gings dann auf richtung tauchboot ... juhuuu, nicht durch meter hohe brandung über kieselgrund ins wasser watscheln sondern stylisch mit rolle rückwärts vom bootsrand ... lustiges buntes doppelauslegerbootchen

Hier kommt noch ein bild hin, das muss ich aber nachreichen weil die festplatte mit den bildern schon verpackt ist


unser tauchboot ... ne tauchen tut das boot zwar auch und es lag direkt vor der tauchbasis im hafen aber wir nahmen dann doch ein anderes ... später wärend unserer tauchpause erfuhren wir dann dass der besitzer das ding verkaufen und noch unverschämte 50.000.000 Rp für haben will und er alle paar wochen mal vorbei schaut um das wasser wieder aus dem kutter zu schaufeln ... mit dem boot steigt dann natürlich auch wieder der preis

DAS ist das niedliche boot mit dem wir dann raus gefahren sind wenig platz, dafür mit viel charme, ausreichend luft und all unserer ausrüstung bereits fix und fertig vormontiert ... im vordergrund vlnr. die mit tauchende lily und christian der chef des ladens

aus dem hafen raus dann noch kurz 4 minuten über die wellen geschuckelt und währenddessen in den neopren gezwängt und aufgerödelt ... und *blubb* weg warn' se.
auf in eine neue welt und das da unten ist der pure wahnsinn ... sichtweiten von mehr als 20 metern und fische, fische, fische ... hier und da ein wenig sandiger boden zwischen all den korallen und alle paar meter ragt ein korallen-hochhaus aus dem boden, die des öfteren dann auch einen hai in der tiefgarage haben.


... haie haben wir dann auch insgesamt 5 stück gesehn ... plus eine meeresschildkröte, einen echten brummer, der allerdings stiften ging ehe man die kamera in den anschlag nehmen konnte ... ein pärchen titan-drückerfische (oder auch riesen-drückerfisch) die offensichtlich nicht gerade begeistert waren, dass wir in ihrem vorgarten herum dümpelten - und die kollegen können ganz schön garstig werden ... den ein oder anderen rochen und viiiiiel viel mehr.
chill out war dann auf dem boot in der nähe des 2. spots angesagt zeit die eifrig genutzt wurde um über dies und jenes zu quatschen, über eben erlebtes zu berichten und sich geschichten von anderen tauchspots rund um bali erzählen zu lassen. der zweite tauchgang begann dann mit etwas weniger, nämlich so gut wie keiner sicht weil anscheinend die gestern erwähnten japaner ordentlich den grund aufgewühlt haben mit ihrer blechschachtel ... aber was red ich lang, ich glaub ihr wollt bilder sehn ...

süüüüüß .... -lippen

gefunden!

fisch und korallen so weit das auge reicht

gut dass man hier nicht geht sondern "schwebt" auf den wär ich sonst sicher drauf gelatscht

nein, das ist keins von der costa-reederei und ich bin auch nicht zum arbeiten hier

die aussage "he du hast doch den koffer kaputt!" bekommt für den armen kleinen kerl hier ne ganz neue dimension an bedeutung

schüttel dein haaar für mich, wildes kunstriff schüttel dein haaaar für mich ... *sing*

und jetzt trompetensolo!

ned oglanga!

meer-blick gefällig?

wer hat an der uhr gedreht? ist es wirklich schon so spät?

ach ja ... und hier kommen die japaner ... eingepfercht in eine blechdose wie die sardinen glotzen sie durchs bullauge raus und sehen zu wie bunte fische das weg schnabulieren was ein begleit-taucher aus einer art unterwasser-salzstreuer vors u-boot fenster rieseln lässt .... blooooß nicht selbst die hände nass machen

... nach 2 wunderbaren tauchgängen gabs dann in der basis noch essen vom warung neben an und ein biscen Formel-1 zum entspannen, eh ich mich dann irgenwann auf gemacht habe um chrissi beim fleißigen faulenzen am WSB zu unterstützen ... allerdings mit einem kleinen umweg über einen der wohl urigsten buchläden die ich je gesehn hab ...

so, gleich kommt erna und dann gehts richtung flughafen zur 30 h heimreise odyssee ... drückt die daumen, dass in frankfurt alles zügig geht, damit wir noch den frühen zug erreichen ...
bis dann




Freitag, 23. März 2012

Padang Bai ...

... tach nummer zwei!

... oder so.

wie wir kurzerhand entschlossen hatten wollten wir noch einen tag hier dran hängen. zwar hatte es die nacht auch fies geregnet doch morgens sah es wieder ganz OK aus und so musste der Onkel einer Hotelangestellten der zufällig im transportgeschäft tätig war und uns wie sie versprach direkt von padang bai nach Nusa lembongan (unser nächstes ziel auf dem plan) bringen konnte noch etwas warten ... das ding war nämlich, dass ein offizielles boot von padang bai nur nach Nusa Penida fährt ... was auch voll sinn macht, da die große schwester-insel von klein lembongan zwar ungefähr 25 mal so groß ist, jedoch nur 1/18 der bevölkerungsdichte und null infrastruktur gegenüber dem kleinen bruder aufweist. un sonst nach lembongan zu kommen hätten wir einen umständlicheren weg über penida oder sanur wählen müssen, der preislich wohl aufs gleiche raus gekommen wär aber wesentlich mehr zeit in anspruch genommen hätte.
gut, war ja wie gesagt erst mal aufgeschoben und so haben wir dann nach dem frühstück nur unseren kleinen rucksack gepackt und sind los getigert ... white sand beach der gleich nebenan liegt soll ganz schön sein meinte der reiseführer und da wir keine gegenargumente oder besseren ideen hatten sind wir dann auch da hin nach angabe der mittlerweile heiligen bücher ... beziehungsweise in die richtung ... so unsere hoffnung
erste zweifel kamen nach 20 minuten anstiegsbezwingung durch dichtes grün, vorbei an bananenplantagen ... gefolgt von stirn runzeln aufgrund diverser weggabelungen ohne jeglichen ersichtlichen hinweis ... wir entschieden uns jeweils für den weg der eher in die richtung ging in der wir das meer vermuteten und nach einigen metern durch "meinste hier gehts wirklich lang?" gehölz standen wir dann vor einer "schiffs-werft" die für mich irgendwie ein wenig das flair von kolumbianischem drogenschmugglerversteck hatte ... fragt mich nicht warum, ich hab auch noch kein solches gesehn aber das kam mir als erstes durch den sinn ... wir müssen noch überraschter geguckt haben als die jungs die da auf dem kutter rum geturnt sind und eifrig bug und reling aus glasfasermatten gebastelt haben. die ersten zaghaften anfragen ob es dort lang zum strand geht wurden mit verständnislosen gesichtern quittiert aber irgenwer der dann aus einem der schuppen kam verstand dann wohl doch ein paar brocken englisch (wahrscheinlich der transport-fachangestellte des unternehmens) und uns wurde verständlich gemacht dass wir einfach nur quer übers "fabrikgelände" zu latschen bräuchten um das gewünschte nass zu erreichen ... macht ja auch sinn ... wer baut schon eine werft mitten in den urwald ohne wenigstens ein bischen wasser in der nähe. juhuuu geschafft ... nur noch zwischen den ganzen schiffsteilen und lösungsmittel-töpfen hindurchwaten und schon waren wir am meer und am wwwww..... ne ... weiss sieht der strand hier nicht wirklich aus.

an barfuß laufen war auf dem glühend heissen zeug fast nicht zu denken

ok anscheinend waren wir ein paar tonwertstufen zu weit gelaufen und bereits am black sand beach angelangt ... ein schneller blick ins heilige buch jedoch verriet der white sand beach sei, wenn auch etwas unwegsam über die felsküste gut vom black sand beach aus zu erreichen ... also den BSB auf der sightseeing auch abgehakt und nun offroad richtung WSB.
beeindruckend welche formationen vulkanausbrüche an so einen küstenstreifen zaubern und überall hüpft, schwimmt krabbelt oder fliegt etwas davon ... so ein mist, warum hab ich das tele im hotel gelassen ... die ganzen lustigen fische, die hier über die felsen hoppeln (ja richtig gelesen) und die vielen vielen krabben die sich flux in irgendwelchen spalten verkriechen oder sich wagemutig in die gischt stürzen sind allesamt verschwunden ehe man noch überhaupt auf 3 meter ran kommt

na wer findet die kleinen biester hier auf dem bild?


endlich mal einer der still hällt ... ausser still halten macht der sonst aber auch nix mehr

der vulkanismus und seine blüten

wenn man hier unbedarft über löcher im boden läuft, gibts ganz fix mal ne ungewollte dusche von unten

irgendwie beruhigend


natürlich wären wir nicht wir wenn wir ganz unversehrt über die ganzen spitzen felsen gewandelt wären aber gottseidank ist die kamera heil geblieben (ein paar euro mehr für robustes material sind immer gut investiert) und ich hab mir nichts gebrochen. und irgendwann kamen wir dann auch an einen punkt an der küste an dem es zweifelhaft wurde ob das mit dem über die klippen wandern noch so 100% stimmt ... die gesten eines krabbenfängers der uns über den weg lief deuteten wir zwar als ob es möglich sein sollte aber ohne kleinen umweg über eine verlassene baustelle und einen trampelpfad durch den wald wäre die strecke sicherlich nicht zurückzulegen gewesen ... es sei denn mit einer kurzen schwimm-einlage ... das wäre aber dem kram im rucksack nicht gut bekommen. also gings dann noch mal ein stück zurück und treppen das ufer nach oben worauf wir mitten auf besagter baustelle raus kamen

bear grylls? ... ha! anfänger!

echt ein riesen ding an die küste geklotzt und dann einfach so da stehen lassen ... einige zimmer sind sogar schon fast fertig mit fliesen im bad, parket im wohnbereich, dusche, waschbecken, fenstern und türen ...


... das ding wurde wohl wie so vieles einfach auf gekauftem land ohne genehmigung, dafür mit ordentlich schmiergeld, angefangen zu bauen und entweder hat dann ein beamter den hals nicht voll genug bekommen oder eine andere abteilung wind davon bekommen und gemeint ... neeeee so gehts nicht


von der baustelle aus haben uns dann zwei freundliche balinesen in den wald geschickt ... zum strand ginge es da lang ... der finger zeigt richtung grünes dickicht, na vielen dank auch ... promt an der ersten trampelpfad-kreuzung falsch abgebogen was von den balinesen mit einem "this way! this way!"quittiert wurde ... aaaah ja ... so langsam kann ich dann auch so etwas wie einen weg erkennen

und schon wieder auf trampelpfaden durch den wald

nach kurzem hört man dann schon neben dem meeresrauschen, das einen die ganze zeit begleitet auch noch kinder lachen und bob marley musik ... es scheint also wirklich wieder in richtung etwas zu gehen was an zivilisation erinnert und wir sind frohen mutes ... ein paar schritte später weicht das grün einem ausblick der all die strapazen vergessen läßt.

echt die perfekte mischung ... hier waren leute, aber nicht zu viele ... es gab essen und trinken, aber es war nicht dreckig und verbaut ... man konnte schwimmen und schnorcheln ... es wurde kein müll angespült und es gab keine lästigen strandverkäufer ... mal von dem lustigen opa abgesehn der sich immer wieder zu uns setzte, uns gespräch hielt und uns dann ganz nebenbei eine massage andrehen wollte ... hier lässt es sich aushalten

nein das legt nicht hier an ... immer wieder lustig anzusehn und komischerweise garnicht störend waren die seelenverkäufer die zwischen lombok und bali hin und her pendeln ... die hafeneinfahrt von padangbai lag nämlich direkt ums eck

lecker kaltes bintang in der sonne am strand und alle viere grade sein lassen ... das ist urlaub

...

gegen abend wurden die wellen dann auch etwas höher

hier ließ sich dann auch noch mindestens genau so gut, wenn nicht sogar besser schnorcheln als in der blauen lagune ... fische waren eigentlich so ziemlich die gleichen hier bis auf die beiden pärchen Blauklingen-Nasendoktorfische ... den doch immerhin 70 cm großen ungetüme war wohl in der etwas beengten blauen lagune die wohnung zu klein geschnitten.
so friedlich im sand sitzend ein bier trinken und den wellen zu schauen kam dann die frage auf "wolln wa nicht noch nen tag dran hängen?" ... was zu dem zeitpunkt dann auch schon stillschweigend einvernehmlich beschlossene sache war ...

der eigentliche weg vom und zum strand war (wenn auch reichlich berg auf und dann wieder berg ab) wenn man denn mal wußte wo's lang ging super easy aber halt eben nichts um unseren anfänglichen abenteuerdurst zu stillen ... *räusper*
auf dem rückweg die ufer-promenade entlang kamen wir dann an einem laden vorbei wo ich kurz stocken und im gedächtnis kramen musste eh mir wieder einfiel woher mir das logo bekannt vor kam ... blue bubble hieß das ding und war eine tauchbasis ... über die war ich im vorfeld schon beim googeln gestolpert und der gute thommy hatte mir den link auch in einer mail geschickt mit dem vermerk "die scheinen net schlecht zu sein" ... also einfach mal die muntere truppe angequatscht und Christian, der chef des ladens lag mir auch sofort zu füßen ;-)
von beginn an wohl gefühlt und für den folgetag dann auch gleich den tauchgang fix gemacht ... juhuu

was es zu sehen (und ja es gibt bilder) und zu erleben gab, ob die blubbeln vor padang bai wirklich blue sind und warum japaner sich wie sardinen verhalten um fische zu sehn erfahrt ihr beim nächsten mal ... jetzt muss ich erst mal rucksack rückreise fertig machen und alles sicher verpacken

Pa, Pa, Pa...

...dang Bai
He- taucher, ho-taucher, he-taucher, wasser brauch'mer

... oder so

ich war bei Padangbai stehn geblieben und habe ja vorgeschwärmt dass Padang Bai der bislang schönste ort auf der reise gleich neben Padang Bay ist ... ääähm ne ... nich falsch wie ihr jetzt meinen könntet, denn anscheinend nehmen's die balinesen einfach nicht so genau wenns um's schreiben von straßen- und ortsnamen geht ... so durfte man auf hoch offiziellen straßenschildern oder outfits von firmen öfters diverseste schreibweisen bestaunen und musste sich fragn ob da noch das selbe dorf gemeint ist ... stellenweise wars sogar auf rück- und vorderseite eines T-shirts unterschiedlich geschrieben was der schwärmerei aber hier keinen abbruch tun soll.
her gebracht hatte uns ein fahrer von der tauchbasis in Amed denn "transport?!" ist hier die dienstleistung nummer eins die man überall in jedem noch so kleinen kaff und in jedem geschäft bekommt. wir haben sogar die theorie aufgestellt, dass in jeder familie mindestens eine person taxifahrer sein MUSS ... und wo immer man hier einen weg entlang geht an dem ein mann sitzt und mindestens ein roller in sichtweite irgendwo rum steht (und um hier einmal keinen roller zu gesicht zu bekommen muss man schon mitten in einem reisfeld rumstehen oder gerade tauchen) weht einem die leise frage entgegen oder echot einem hinterher. aber ich schweife ab, gut eine stunde lang saßen wir zu viert im auto, der fahrer ,chrissi, ich und der dive-instructor mit dem chrissi tauchen war ... den hatte sich der fahrer wohl zur unterhaltung für die langweilige rückfahrt mitgenommen, denn der tauch-staff von eco-dive hatte wohl schlecht-wetter-frei ... irgendwo nach einer irrwitzigen fahrt zwischen und vorbei an LKWs die sich wie alte dicke frauen stöhnend und aus dem letzten loch pfeifen ihren weg über serpentinen berg auf und berg ab durch die grüne hölle bahnten, bogen wir dann von der hauptstraße ab in richtung PadangBai(y) ... der geteerte feldweg in richtung hafen musste dann stellenweise von den verkehrsteilnehmern eigenmächtig in eine dreispurige fahrbahn umfunktioniert werden da der ganze fahrbahnrand noch gute 2 kilometer lang voller transportmittel mit mehr als 4 rädern stand die allesamt darauf warteten mit einem der seelenverkäufern auf die nachbarinsel lombok verschifft zu werden. da wärend der letzten stürmischen tage nicht nur die speedboote sondern sogar die ein oder andere fähre im hafen geblieben war hatte sich hier so einiges angesammelt. eigentlich hatten wir uns schon im lonely planet ein hotel ausgeguckt und sagten "bring uns da an den pura segara" ... nach ein bischen durchfragen standen wir dann vor einem hotel, eine dame kam aus der tür gelaufen und fragte ob wir ein zimmer brauchen ... ganz günstig ... der fahrer meinte es wäre gut, er hätte selbst schon mal hier gepennt ... aaaaah ja ... nachtigall ik hör dir trapsen ... aber anschaun kost ja nix und schaden kanns auch eher nicht. das zimmer war dann auch echt ok erst recht für den preis .. mit nicht mal ganz 19,- €/nacht das günstigste zimmer bislang und das mit AC und WiFi ... gut überzeugt, hier bleiben wir, kofferaum auf und ausladen.
mittlerweile hatten sich auch zwei sachen als ritual beim bezug eines neuen hotel zimmers herausgestellt ... die dusche wird eingeweiht und chrissi macht das bett unordentlich.
frisch, fromm, fröhlich, frei gings dann auf erkundungstour ... war ja noch früh am mittag, also flossen, maske, schnorchel und badekram eingepackt und auf ins vergnügen ... aber nicht ohne vorher noch was gegessen zu haben.

hier singt der koch noch selbst, allerdings blieb den tönen nach zu hoffen, dass das was er sich da abgehackt hat nicht im essen wiederzufinden ist


öffentliche toiletten nach balineser art

kinder spielen hier am hafen und gehen am kai baden ... in hamburg müsste man sich da sorgen machen

nach leckerem mampf in abgefahrenem warung gings dann auf richtung blaue lagune ... die seither keiner mehr aus dem kopf bekommt ... sah trotz wolken schon mal super aus ...

leider ist der strand reichlich zugebaut und unten muss man denke ich zur hauptsaison glück haben wenn man einen platz ergattern will für den man nicht zahlen muss weil er mit liegen und sonnenschirmen voll gestellt ist

... looooos, endlich ab ins wasser (vorher das gepäck noch schnell brandungs-sicher verstaut) und was da nur 5 meter entfernt vom strand unter wasser alles zu sehen war, war der pure wahnsinn und steigerte die vorfreude auf den ersten tauchgang bei guter sicht ins unermessliche ... den kopf ins aquarium halten wär nicht annähernd halb so faszinierend. da ich beim schnorcheln auch keinen fotoknips dabei hatte gibts zur erzählung leider nix zu gucken und ihr müsst mir einfach glauben ... will euchauch nicht mit der aufzählung langweilen was ich da alles gesehn und im nachfassen dann gegoogelt hab was es denn eigentlich war ... ach doch, warum eigentlich nicht :)
Zu sehen gab es massenhaft Flötenfische, Diagonal- und andere Süßlippen, Panda-, Meyers und andere Falterfische, Langflossen/Gemeiner-Wimpelfisch, Halfterfische, Gelbschwanz-Perllippfische, Bleekers Papageien, sowie Weißkehl-, Goldrand-, Blaustreifen-, Orangeflecken- und Stäflings- und die bekannteren Paletten-Doktorfische (und natürlich ettliches mehr). Eine Zeit lang habe ich dann auch einen Hornhecht verfolgt, den ich beim auftauchen kurz unter der wasseroberfläche fast über den haufen geschwommen hätte.
nach dem ganzen gepaddel gings dann noch schön chillaxed neben dem hotel ins Ozone zum abendessen ... ein recht abgefahrenes café dem man auch in der nebensaison deutlich anmerkt, dass padang bai der dreh und angelpunkt für balis backpacker ist.
Zu diesem zeitpunkt war längst schon klar ... "ooooch nööööö wir fahren morgen noch nicht weiter ... hier bleiben wir noch nen tag länger"

... to be continued

Mittwoch, 21. März 2012

agent 0014 ...

... tauchen sie sofort unter!

... oder so.

und so langsam auch mal wieder auf. die letzten paar tage hab ich den blog ja etwas schleifen lassen ... das hatte mehrere gründe. etweder ich hatte lust und zeit aber keinen strom oder kein internet, oder ich hatte lust und keine zeit oder aber zeit und irgendwo in der umgebung auch internet aber keine lust mehr mich irgendwie aus dem zimmer zu bewegen ... wie dem auch sei, jetzt lieg ich hier im klimatisierten zimmer MIT internet in Sanur in unserer herrberge für die letzten paar tage die uns auf der Insel bleiben, die zumindest mir mittlerweile doch ein wenig ans herz gewachsen ist. nachher ist hier große party ... indonesisches silvester, ob ich da heut abend noch zeit zum schreiben hab weiss ich nicht ... den tag danach, Nyepi oder "Tag der Stille" geht hier garnix, man darf nicht aus dem hotel und alles hat zu und da werde ich einiges nachholen können. mach jetzt aber schon mal den anfang:

fast schon standard-ausblick von der veranda unseres etablissements während der der zeit in amed

ach a pro pos untertauchen ... bevor ich es vergesse, ich habe ja noch eine kleine sache nachzuholen ... denn ganz so ereignislos war die zeit in amed ja dann noch nicht. immerhin habe ich dort meinen ersten tauchgang auf Bali gemacht ... und der war alles andere als langweilig. ausgeguckt für den tauchgang am wrack der U.S.A.T Liberty hatte ich mir eigentlich die tauchbasis Ocean sun, da die im Internet eigentlich fast ausnahmslos gut weg kamen ... die saßen allerdings direkt im 20 km entfernten tulamben und da das mangels internet und strom mit der kommunikation in amed etwas schwierig war hab ichmichhalt vor ort umgeschaut. die tauchbasis Eco-Dive war die ortsansässig älteste tauchbasis und hatte einen guten ruf und lag unweit von unserem hotel ... entscheidung schnell gefallen also, da der preis auch noch OK war.

ganz versteckt inmitten ganz viel grün am straßenrand von jemeluk

fein säuberlich aufgehängt und sortiert in kleinen rustikalen hütten, das equipment von eco-dive

und chrissi entschied sich dazu auch mit zu kommen, da auch von einem instructor geführte tauchgänge für so komische leute wie nicht-taucher angeboten wurden. kamera ist auch ausleihbar? gut! also alle klar gemacht, nächten morgen 8:30 einsammeln am hotel und dann kanns abgehn ... hoffentlich läuft der TG besser als der jämmerliche eigenversuch zuvordirekt am hotelstrand schnorcheln zu gehn ... was eher ein zaghaftes hineinwaten ins wasser gefolgt von einem unkontrollierten herumgefalle in der stürmischen brandung war das den lieben herrn erz sehr zu belustigen schien und auch kurz drauf abgebrochen wurde.
8:20 war dann auch der fahrer da und wir mussten uns etwas sputen das frühstück zu verdrücken. alles dabei? ok, ab zur tauchbasis .... dort gabs dann kostümprobe bekanntmachung mit dem staff und den mittauchern und kurzes einzel-briefing mit brevet-checkn (einstieg vom strand aus, das kennt man ja schon vom see ... hihi ... denkste) ... alles an bord und auf nach tulamben richtung wrack ... wetter schaut noch nicht so fein aus aber mal sehn wies am spot selber ist ... mist UW kamera vergessen ... naja egal ... erst mal ans tauchen im meer gewöhnen wird wohl eh besser sein. vor ort angekommen gings dann gleich zum begutachten der bedingungen ... die erst mal nicht so rosig aussahen ... strand aus kieselsteinen die teilweise so groß waren wie mangos ansich ist ja kein problem .... aber brandung, die diese wackermänner hin und her schiebt wie ein luftzug die wollmäuse unters bett treibt dann schon eher ... der himmel recht grau und die ganze nacht zuvor hatte es schon gestürmt und geregnet uuuuund schon mussten wir uns unterstellen weils das schon gerade wieder tat ... in strömen ... tauchen oder nicht war dann die frage. die entscheidung war dann erst mal abwarten was die jungs zu berichten haben die schon im wasser sind ... ein paar minuten und etliche liter wasser von oben später wurden dann auch ein paar neoprenträger wieder an land gespült ... sicht die ersten 15 m bescheiden bis nicht vorhanden war die aussage ... drunter gut 10 m ... mag super klingen für den der bislang im see tauchen war und froh über 10 m sicht ist (erst recht nachdem schon die erste horde franzosen den untergrund umgepflügt hat) aber wenn man bedenkt, dass man hier sonst mitunter sichtweiten von 20m ++ hat und einen teil des wracks sogar beschnorcheln kann, ist das doch recht mau ... aber einen versuch wert wie wir dann beschlossen wo wir doch schonmal da waren. Also von den trägern die ausrüstung an den strand bringen lassen (was ein service) und aufgerödelt. Einstieg ging dann noch absolut schmerzfrei ... ein wenig in den wogen schaukeln bis die flossen angezogen und alles fertig zum 5-punkte abstieg war ;) und dann ab unters wasser ... und .... man hat wirklich kaum eine armlänge weit gesehen ... nach ein paar metern kam dann plötzlich der anker aus dem nichts hervor und kurze zeit später wurde dann auch die sicht besser. Mehr als die prophezeiten 10m war zwar wirklich nicht drin, aber das ist man ja aus dem see schon gewöhnt und mehr zu sehen als im baggersee gabs hier allemal die sicht machte es dann auch ein bischen weniger schmerzlich, dass ich keine kamera dabei hatte auch wenn es fische und korallen in hülle und fülle gab und das in allen formen, farben und größen immer weiter gings am wrack entlang bis auf 26 m richtung heck wo mein guide dann ein paar runden über deck drehte und wohl ... wie ich mir nachher zusammenreimen konnte ... nach heinrich dem riesigen baracuda ausschau hielt der sich hier öfters rum treibt. hier untenwars eigentlich ganz ruhig und vom wellengang auch überhaupt nix zu merken. auf dem rückweg ist mir dann auch chrissi irgendwann über den weg getaucht im schlepptau von seinem guide und schien das ganze schon recht solide zu meistern. viele viele fische und eindrücke später war dann auch die flasche leer genuckelt und es hieß aufstieg (natürlich mit safety stop) und letztendlich wieder köpfchen übers wasser ... regen ... bärks ... kam doch grad erst aus dem wasser ... naja ... die wellen hatten auch noch mal ein ordentliches stück zugelegt ... der ausstieg kann ja mal heiter werden. der guide meinte ich soll erst mal da warten und er schwimmt vor ... der fahrer und der materialwart von eco-dive standen schon am ufer bereit um die taucher dann raus zu ziehen ... gut schaun wir uns doch einfach mal an wie der das macht richtung ufer paddeln, flossen aus, richtigen moment abwarten gut is ... sieht ja einfach aus ... denkste! jetzt war ich an der reihe richtung ufer paddeln ... flossen aus ... auf handzeichen vom guide warten uuuuund ... ne die doch noch nich ... die nächste .. oder? ne, eine noch und jetzt ... ok ... boden unter den füßen, fast schon geschafft ... "schneller! schneller!" sollen wohl die wilden gesten vom guide und vom fahrer bedeuten, na ihr seid witzig ... ach du kacke ist das auf einmal wieder alles so sack schwer und .... *wuuusch*, welle in den rücken und der aufgerödelte daniel wird über den halben strand gewirbelt weil auch direkt schon die nächste hinterher kommt ... uiuiui ... der fahrer kommt angerannt und zerrt an mir rum bis ich wieder auf den beinen steh, dann ist alles in ordnung. montur aus und erst mal durchatmen ... und dann den anderen tauchern zusehn, denen es nicht besser geht ... mittlerweile rollen wellen von gut und gerne 1,5 m höhe über den strand und ein teil der taucher kommt in einem ölfleck an die oberfläche den der alte frachter nach so vielen jahren noch bei diesem seegang wieder ausgespuckt hat. als dann chrissi kurz nach mir auch wieder sicher an land war gings erst mal unter die dusche das ganze salzwasser (und öl) abspülen und dann wieder zurück richtung amed ... zweiter tauchgang ist bei den bedingungen nicht drin ... auf der rückfahrt mussten wir dann noch das fahrzeug wechseln, denn ein vom sturm umgewehter baum lag quer über die einzige verbindungsstraße zwichen amed und tulamben und bis hier jemand mit ner kettensäge aufgetrieben ist der das ding fachmännisch tranchieren kann dauerts halt ein wenig ... also aussteigen drum herum laufen und auf der anderen seite auf das neu georderte vehikel von der tauchbasis warten. die allseits beliebten roller wurden derweilen mit vereinten kräften durch die reisfelder um den baum herum getragen, fußgänger liefen ebenfalls drum rum oder kletterten drüber, nur wer mit dem auto unterwegs war musste entweder wieder umkehren oder sich auf eine längere wartezeit einstellen ... wie die nette französiyche tauchlehrerin so passend kommentierte: "that's Bali"
weil's ... zurück in der basis ... mal wieder keinen strom gab und wir mit kreditkarte zahlen wollten/mussten hieß es dann "ach, kommt einfach morgen wieder zum bezahlen, dann sollte wieder strom da sein." ... zahlste heute nicht, zahlste eben morgen, was solls ... an die einstellung muss man sich als europäer, genauer gesagt als deutscher glaub ich erst mal gewöhnen.

nach dem unwetter-debakel in Amed gings wie bereits gesagt in das kleine fischerdörfchen Padang Bai und das ist so ein ort wo ich das auch sofort machen würde, also untertauchen (für die, die die überschrift schon wieder vergessen haben). eigentlich war unser aufenthalt hier nur als zwischenstop-rastplatz auf dem weg nach Nusa Lembongan und verschnaufpause von den letzten stürmischen tagen angedacht ... daraus sind dann doch letztendlich fast drei tage geworden. dieser ort ist einfach wunderbar und chrissi und ich sind uns einig, dass er sowas wie das highlight der tour bisher ist. die strände, wie man sie hier in kleinen versteckten buchten findet hätte man dem haupthafen der ostküste mit der einzig beständigen fährverbindung zur nachbar-insel lombok garnicht zugetraut, aber dazu später mehr.