Donnerstag, 8. März 2012

ein ausflug mit bambus ...

... und viel bambahn ... ne, mit erna

... oder so

aber davor war ja noch abendessen im warung hanafi angesagt, einer lustigen kleinen butze in der oma noch selbst den kochlöffel schwingt und die - man glaubt es nicht wenn man den laden sieht - sogar eine website hat. zumindest steht das auf der spiesekarte, die einem neben vielen lustig verschriebenen gerichten auch verdeutlich dass man hier für günstig geld gut essen kann. auf ein kaltes bier zum essen muss man hier allerdings verzichten, denn der laden ist fest in muslimischer hand und die bereitet alles frisch im wok zu. bis auf den reis der ist von gestern ... muss er wohl für ein anständiges nasi goreng auch sein.


mit die besten tintenfisch-ringe die ich bislang gegessen habe ... da kann der nordsee fahrradschlauch gegen aber dicke einpacken

da wird eifrig gerödelt in der kochniesche ... wächst da etwa im hintergrund ein baum mitten durch die bude?

zum nachtisch gabs dann gewitter mit viel regen und wenig schlaf, davon aber jeweils reichlich.
frühstück fiel dann heute auch erst mal aus, denn das gibts im hotel erst ab acht und da wollte ja schon manfred mit uns richtung osten oder nach zentral-bali aufbrechen, je nach wetterlage. also saßen wir brav um kurz vor acht in der lobby und warteten auf ihn. die zeit nutzte chrissi dann noch fleißig um den pin seiner kreditkarte auszuprobieren ... mit eher mäßigem erfolg. kurz drauf und pünktlich wie die maurer kam manfred dann ... ne kam er nicht, es kam erna ... eine kleine zierliche person mit einem lächeln das man in seiner breite der statur garnicht zutraute. der tag konnte auf jeden fall beginnen.
"wenn viel regen besser tour im osten" hatte manfred am dienstag noch gemeint, da frauen ihren männern gegenüber aber grundsätzlich anderer meinung zu sein scheinen ging's auf ins zentrale hochland. erste amtshandlung von erna im auto war die kopfstütze von ihrem sitz ab zu montieren um uns auch vom beifahrersitz aus (der hier da is wo bei uns der daumen rechts ist) während der fahrt angrinsen zu können und uns gleich mit namen, infos und vielen fragen zu bombadieren ... und das am frühen morgen ohne kaffee. ok war jetzt nicht wirklich schlimm aber ich wollte mir von dem was sie so munter erzählt hat eigentlich so viel merken weil alles sehr interessant war aber durch das ewige nach stopfen an infos ist wohl einiges wieder irgendwo raus gefallen und die balinesischen namen versuch sich sowieso erst mal wer zu merken. wir wurden auf jeden fall bis zur ersten sehenswürdigkeit ausgiebig über ihren vollständigen namen Niuayan Erna (ich hoffe das schreibt man jetzt auch so), die allgemein gültige balinesische kinder-nomenklatur, sowie über verkehr (nein nicht das was ihr jetzt vielleicht denkt und auch keine magere kalauer-überleitung), das balinesische gemeinde-wesen und darüber aufgeklärt, das die politiker hier genauso einfach nur hinterm geld her sind wie bei uns ... eher noch schlimmer ...
viele viele infos später dann er erste halt an einem von balis haupt-tempeln ... Pura Tanah Lot.
und wie bestellt ... regen ... hilft nix, raus aus dem klimatisierten buschen, brav eintritt zahlen und hinter der fleißig weiter erklärenden erna durch den nieselstapfen, der wenigstens ein bischen kühlung verspricht. fotografieren war die ersten minuten eh noch nicht drin, da das schwühl warme wetter lustigen nebel auf die rucksack-gekühlte kameralinse zauberte. echt ein schickes ürtchen ... hier und da aber bereits ein wenig zu viel auf tourismus getrimmt für meinen geschmack. der eigentliche tempel war dann auch das was zur namensgebung dieses örtchens bei trug ... tempel werden wohl immer irgendwie nach ihren örtlichen gegebenheiten benannt und so war's auch mit dem tempel von meer und land ... ähnlich wie Amrum war das heiligste innere nur bei ebbe zu fuß zu erreichen, im gegensatz zu amrum steppt hier bei tempelfesten jedoch der bär. wir kommen natürlich zur flut her ... is aber nicht weiter schlimm ... wenn der regen nich wär gäbs schönere bilder als bei ebbe, wir stehn so nicht mitten im touristen-rummel und ausserdem darf man da als touri eh nicht rein. pluspunkt für die clevere erna.



das innerste zu äusserst ... leider kein besseres wetter für schönere bilder an so einem malerischen ort

... huch jetzt hätte ich beim aufs zimmer flitzen um das anti-mückenzeug zu holen fast einen der kleinen gekkos zertreten, die hier überall des nachts rum laufen...





dieser kleine geselle von der gattung tempulus balinesis, der nur einen steinwurf über die schulter von dem eben entfert lag und wohl auch noch irgendwie zum gesamtkomplex dazu gehört hat einen ebenso passenden namen - frei übersetzt "felsen und kleines loch"

... regen abgeschüttelt und wieder rein ins vehikel ab zum nächsten tempel, einem fress-tempel ... ne nich ganz ... aber irgendwie schon ... zwar wissen wir nicht mehr genau in welchem ort, aber es ging auf einen einheimischen markt ... und sowohl an dem eingang als auch an so mancher interessannten sache innen in den verwinkelten gassen wären wir ohne unseren guide wohl achtlos vorbei gelaufen ... man kann diese mischung aus erdrückender überfülltheit farbenpracht im dunkel und aromatisch duftendem mief schlecht in worte fassen drum gibts hierzu einfach ein paar mehr bilder ... man sollte es einfach mal miterlebt haben ... es sei denn man ist deutscher beamter beim ordnungsaufsichts- oder gesundheitsamt ... denen rate ich strickt ab sich das an zu tun


recht düster schauts aus und nicht besonders einladend ... ich wär wohl wie gesagt vorbei gelaufen

obst in allen farben, formen und reifegraden ... ja auch orangen und äpfel aus neuseeland ... 80% von dem was da rum lag hatte ich aber noch nie davor gesehn und sobald man auch nur etwas ungläubig drein geschaut hat hat man es von erna zum probieren in die hand gedrückt bekommen

hier werden opfergaben von flinken händen zusammengebastelt die hier überall rum liegen und stehen, für die moderne balinesische frau die keine zeit hat, denn immerhin kommt es schon mal vor dass man als braver balinese stattliche 30 davon am tag brauch (wenn ich da nix falsch verstanden hab)
ohne worte

hmmm lecker halb gekochtes, gares, rohes und eingelegtes ... für jeden geschmack was dabei

es gibt reis .. es gibt reis .. baby baby es gibt reis *sing*

geräumig ist anders ... trotzdem reges treiben

knoblauch, chili, zwiebeln ... alles was ein gutes essen braucht

man kann mehr als 2m in jede richtung sehen ... juhu ... heisst aber noch lange nicht dass auch überall durchkommen ist ... und ständig wird man von den 2-beinigen LWF (Last kraft frauen) mit einem freundlichen "tut- tut" beiseite gescheucht ... beiseite, in den durchgängen ... haha ... komischerweise hats aber funktioniert

geflügel ... wie schon beim obst in allen formen, farben und ... ähm ...

das gabs dann noch zum abschluß zum probieren ... so groß wie ein medizinball, gut geschmeckt, kerne wie taubeneier und keine ahnung mehr wie's heisst

nach dem markt und dem vielen durcheinander-obst gabs als frühstücksersatz noch in scheiben geschnittenen grün gefärbten kokos-reis-pudding auf die hand und noch was aus den gleichen grundbausteinen aber mit komplett anderer farbe und konsistenz ... mittlerweile bin ich der festen überzeugung dass es irgendwo auf bali auf reis und kokos basierende organismen gibt.
weiter gehts mit vielen neuen infos als zeitvertreib zur stippvisite in den schmetterlingspark ... und der ist nicht wie der in grevenmacher ein gerungener glasbunker sondern einfach eine mauer rings herum mit netz oben drauf, was die vögel die draussen hocken ziemlich dumm drein schauen lässt.
mittlerweile hatte es aufgehört zuregnen und nachdem wir dann fein säuberlich mit wandelnden blättern und schmetterlingen dekoriert worden waren ...


irgendwie schon putzig und echt beeindruckend die viecher

äääähm ... ok ... ich verkneifs mir

... gings noch ne gemütliche runde auf endeckungsreise ... ich frage mich noch kurz ob es in grevenmacher genauso schwül heiss war und wünsche mir ein kleines bischen regen zurück


ohhhhh ...

... schöööön ...

gottseidank gabs zum schluss, da die jungs und mädels garnicht so leicht zu erwischen waren und ich das teleobjektiv cleverer weise im auto gelassen hatte, noch mal einen raum mit allen stars ... mehr oder weniger freiwillig still haltend

danach gings dann auch schon immer weiter richtung bergland über enge straßen und quer durch den gegenverkehr vorbei an rustikalen siedlungen bewohnt von balinesen deren freundlichkeit mir unerschöpflich erscheint.


eine der breiteren straßen ... sogar mit mittelstreifen, quasi ein balinesischer speedway und das mitten durch die ortschaft

... und so nach und nach fand man sich immer öfter in mitten von reisterassen wieder und obendrein gabs einen unbeschreiblichen ausblick obendrein ...


so ... da ihr jetzt erst mal genug zu lesen und zu gucken habt, es hier kurz vor mitternacht is und ich müde bin schreib ich den rest morgen beim frühstück weiter ... wünsch euch was und mir eine nacht mit ein wenig mehr schlaf als die letzte ...

sampai berjumpa lagi

2 Kommentare:

  1. Ui, bei euch sieht es grüner aus. Aber genau diese Tour haben wir auch gemacht.

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    1. warscheinlich weildie jungs nochnicht mit unkraut jäten durch waren ;)

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